Woher kommt eigentlich das ganze extra Protein in Joghurt und Co?
Shownotes
Lebensmittel mit extra Protein sind seit einigen Jahren penetrant sichtbar in jedem Supermarkt. Über Sinn und Wirkung habe ich in der Episode "Wieviel Protein ist gut für mich?" vom 22. Juli 2025 mit Bernadette Werle gesprochen. Aber woher kommt das ganze extra Protein eigentlich? Füttert man damit Kühe? Oder bestellen Molkereien das bei ihren Lieferbetrieben? Oder Bäcker:innen bei ihren Landwirt:innen, die das Getreide für sie anbauen? Ich habe für meinen Faktencheck Georg Sladek besucht, Geschäftsführer des Agro Innovation Lab in Korneuburg. Gegründet als Innovationsplattform für die Landwirtschaft im unendlichen Raiffeisen-Universum, geht es hier um High-Tech-Landwirtschaft, zukunftsfähiges Saatgut und ressourcenschonende und effiziente Erzeugung von Lebensmittel.
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00:00:04: Das eine ist eben Pflanzen, passierte Proteine.
00:00:09: Aber sie haben es auch gesprochen zum Beispiel Futtermittel wo dann Tiere gefüttert werden damit und wo ich dann auch Proteine in der Milch oder über das Fleisch generiere oder weitergebe in die Wertschirmpfungskette.
00:00:28: In Europa haben wir einfach ein riesiger Eibeslücke.
00:00:30: Es braucht eine wirklich fundierte Eibestrategie auch in Europa wie wir gerade diese Eigenversorgung schaffen können Seien es zum Beispiel die Milch, wo wir auch sehen bei den Molkereien oder wo das Thema Proteine immer stärker in den Fokus gelangt und viele Molkeren mittlerweile gute Ergebnisse erzielen mit High-Protein-Creams.
00:01:00: Herzlich willkommen bei essentiell Was auf den Teller kommt!
00:01:03: Ich bin heute zu einer kurzen Faktencheck Episode im Kornäubach zu Gast bei Georg Sladeck Geschäftsführer des Unternehmens Agro Innovation Lab.
00:01:11: Herzlichen Willkommen oder danke dass ich da sein darf.
00:01:13: Danke vielmals eben so für den Besuch.
00:01:15: Da steckt schon einiges im Namen ihres Unternehmens Agro Innovation Lab, das schauen wir uns vielleicht ein bisschen später an.
00:01:22: auch was sie alles machen sind wir gerade in einem Rundgang übers Gelände alles gezeigt.
00:01:27: also da könnte man glaube zehn Podcast folgen machen zum Thema Innovationen der Landwirtschaft was ja ihr Thema ist.
00:01:33: Aber ich habe sie gefragt, ob Sie zu mir als Gast kommen möchten.
00:01:37: Weil diese letzte Woche gehört hat bei einer Veranstaltung von Vorraumernährung heute und da ging es um das Thema Protein-Hype oder ein bisschen Protein Hype ist es gekommen, um zu bleiben.
00:01:46: Und sie waren in einer Podiumsdiskussion auch dabei.
00:01:52: Es hat mich irgendwie eingefangen was Sie erzählt haben an dem Thema Proteinenversorgung und Erzeugung aus der landwirtschaftlichen Seite.
00:02:00: Was haben Sie mit Protein?
00:02:03: Sehr viel, weil die Landwirtschaft mit dem Thema Proteine untrennbar verbunden ist.
00:02:09: Für die Landwirtschaft spielt Proteinen auf vielen Ebenen eine Rolle.
00:02:12: zum Beispiel Saatgut.
00:02:15: Da sagt einer Wischenleib, wir beschäftigen uns sehr intensiv damit.
00:02:17: Wie kann man zum Beispiel die Herausforderung Klimawandel entgegnen?
00:02:21: Wie können wir Saatgut dort hinbringen, dass wir gewisse Qualitäten erhalten?
00:02:25: Das ist jetzt schon ein bisschen fachlich aber im Bereich Saatgot ist Protein ein Riesenthema.
00:02:30: wie können wir zum Beispiel neue Sorten neben der Sojabone integrieren nach Österreich bringen, nach Europa bringen, die genauso hohe Proteingehalte haben?
00:02:39: Jetzt muss ich speziell also eine absichtlich blöde Frage stellen.
00:02:44: Das muss mich als Konsumentin interessieren oder warum sollte ich das interessieren?
00:02:49: Ich könnte sagen, okay.
00:02:50: Es ist wichtig damit Bauern ihre Tiere füttern können oder damit sie ihre Felder richtig bestellen können.
00:02:59: Warum muss es mich als konsumentin auch interessieren ob wir gute Proteine anbauen und damit versorgt sind?
00:03:06: Ich glaube die Konsumenten interessiert oft woher meinen Lebensmittel oder meine Rohstoffe herkommen.
00:03:12: Und viele in Österreich sage ich jetzt mal, oft ist das Bewusstsein da dass sich doch regionale Kreisläufe schätze und da auch gerne wissen will wo was hier kommt.
00:03:22: Da ist gerade die Landwirtschaft.
00:03:23: das eine ist eben Pflanzen passierte Proteine.
00:03:28: aber sie haben es auch gesprochen zum Beispiel Futtermittel.
00:03:32: Tiere gefüttert werden damit und wo ich dann auch Proteine zum Beispiel in der Milch oder übers Fleisch generiere, oder weitergebe in die Wertschimpfungskette.
00:03:41: Da ist einfach interessant, wo das herkommt.
00:03:43: Wenn wir uns z.B.
00:03:44: den Futtermittelbereich anschauen, wo wir sehr stark im kompetitiven Bereich sind bei Proteinen, wo die Eigenversorgung in Europa bei Soja bei ca.
00:03:55: sechs Prozent liegt und sehr viel importiert wird haben wir zum Beispiel ganz andere Fragestellungen als jetzt bei den pflanzenbaulichen Proteinen.
00:04:03: Aber die Konsumenten interessiert, wo kommt mein Lebensmittel her?
00:04:08: Wie wird angebaut, wird möglichst nachhaltig angebaut?
00:04:12: und auch wie sind die Qualitäten zum Beispiel?
00:04:15: Und wir versuchen also Agrar Innovation Lab bzw.
00:04:19: hinter dem Agrar innovation Lab steckte RWA und die österreichischen Lagerhäuser, wo wieder um hunderttausend österreichische Bauherrinnen bauen.
00:04:27: Dahinter stecken wir versuchen, diese regionalen Kreisläufe zu ermöglichen und möglichst Natur, naies Wirtschaften in Österreich aufrechtzuerhalten.
00:04:36: Okay!
00:04:37: Das heißt es geht sehr viel um Nähe und Regionalität was in Österreich ja grundsätzlich immer ein großes Thema ist im Zusammenhang mit Lebensmitteln oder vielen sehr wichtiges.
00:04:45: aber versteht das richtig?
00:04:47: Das Thema ist Proteinversorgung bricht jetzt ganz einfach runter für die Milchkuh ist wichtig Und das wird dann aber auch weitergegeben über die Milch an mich.
00:04:57: Das heißt, ich merke gerade einen Unterschied ob die Milche ein höheren Protein gehalten hat oder nicht?
00:05:02: Das ist was wo sie beeinflussen können.
00:05:05: Genau es gibt... Also jetzt
00:05:06: sehr redunziert gesagt.
00:05:07: Es ist relativ komplexes Thema Proteine an sich, aber es gibt unterschiedliche Bärtscherfußketten einfach.
00:05:12: Das eine ist zum Beispiel die Milchs wo wir auch sehen bei den Molkereien oder wo das Thema Proteinen immer stärker in den Fokus gelangt und viele Molkeren mittlerweile gute Ergebnisse erzielen mit High-Protein-Crings, die dann noch zusätzlich
00:05:27: da sind.
00:05:27: Und die Kosten der Zäpele und alles sind glücklich?
00:05:29: Genau!
00:05:29: Die Zahlungsbereitschaft ist auch eine extrem hohe, wenn man es mit herkömmlicher Milch vergleicht.
00:05:34: andere... Da muss ich kurz nachfangen.
00:05:36: Kommt die Molkerei zu Ihnen und sagt wir brauchen einen Joghurt mit zehn Prozent mehr mit höheren Proteingehalt.
00:05:47: bitte Versorgt man eher Saatgut, dass das entsprechend liefern kann.
00:05:52: Das wird dann ausgesät als Futtermittel.
00:05:55: Das geht an den Milchviehbetrieb.
00:05:57: Der hat dann gleich andere Milche und die liefert dann in die Molkerei.
00:05:59: Und bei mir im Konsument kommt dieses plus zehn Prozent Proteinjokor dann.
00:06:04: Ist es so?
00:06:04: Also wünscht man sich bei Ihnen Proteingehalt?
00:06:07: Proteingealt ist das eine, was da auch auf der Verpackung draufsteht.
00:06:13: wie beschäftigen wir uns jetzt nicht zu sehr mit ... Endprodukten, sondern wie konnten wir eben zu gewissen Kulturen die gewisse Proteingehalte haben?
00:06:21: Wie schafft man Prozesse weil ich muss ja Protein auch extrahieren.
00:06:25: Wie kann ich zum Beispiel gewisse Vermahlungsprozesse optimieren dass sich besser und in einer guten Qualität das optimieren kann?
00:06:31: also Wir haben erst selber ein großes Startup-Programm gemacht, wo wir aufgerufen haben zu diesen Proteinfragen im Bereich pflanzenbasierte Proteine auch im Bereich Fermentation.
00:06:43: Also Fermentation will in Zukunft eine große Rolle spielen im Bereich Nebenströme alternative Proteinquellen.
00:06:53: Also es gibt ja sehr viel Industrie, wo als Nebenstrom irgendwelche Rohstoffe anfallen, wo Protein wieder generiert werden kann und haben uns da wirklich von den Grundrohrstoffen bis hin zu den Prozessen angeschaut.
00:07:06: wie kann man die Proteinausbeute optimieren?
00:07:10: Und da haben wir einen Aufruf gemacht.
00:07:12: Wir haben dann über hundert Start-ups sich beworben aus drei anderen Ländern und das war wirklich quer durch die Bank, also von sehr internationalen Bewerbungen aber wirklich von neuen Kulturen, die die anbieten, die fürs Futtermittel zum Beispiel auch interessant sind können bis hin zu Vermahlungstechnologien, bis hin zum Beispiel... Ein Saarrabas dene mag, die aus Graben scheinen.
00:07:34: Dann auch wieder Proteine raus extrahieren und dann als Futtermittel zum Beispiel anbieten wo es auch darum geht das sind invasive Arten, wo man auch mehrere Probleme lösen kann.
00:07:47: Wir fischen
00:07:47: bei uns die invasiven Arten einfach aus den Bechen raus, die wir nicht haben wollen und hüttern sie dann an die Kühe.
00:07:53: Das ist dann aus dem Meer gekommen, aber da waren alles innovative Lösungen.
00:07:58: Viele Puzzlesteine werden notwendig sein um diese großen Proteinfragen zu lösen und in Europa haben wir einfach eine riesige Eibeslücke.
00:08:07: es braucht eine wirklich fundierte Eibestrategie auch in Europa wie wir gerade die Eigenversorgung schaffen können.
00:08:13: Aktuell wird eben sehr viel importiert über das Futtermittel und das Ziel sollte sein möglichst nachhaltig das in Österreich oder in Europa zu produzieren.
00:08:23: Wo kommen diese großen Mengen her, wenn sie nicht aus Österreich sind?
00:08:26: Also viel beim Futtermittel kommt aus Südamerika
00:08:30: und das ist ja eine Abhängigkeit die man in keinem Zustand eigentlich haben möchte denn man möcht es weder in Form des fertigen Fleisches haben noch in Form der Futermittelsägerlich wenn ich richtig verstehe zumindest die Diskussion in der österreichischen Landwirtschaft Man sieht immer mehr, wenn man jetzt eher so ein bisschen geht in Richtung der Bäckereien und Brot- und Gebäck.
00:08:50: Dass viele sehr stark kommunizieren und anbauen lassen alte Getreidesorten.
00:08:55: Das ist ein riesengroßes Thema in Österreich.
00:08:58: Da wird wieder was kultiviert, das man lange nicht genutzt hat weil vielleicht weniger Ertrag oder sonst irgendwas.
00:09:03: Ist es für Sie auch etwas, dass sie sagen, das eine ist Innovation?
00:09:05: Und wir suchen neue Sorten oder wir schauen noch vorne aber mal rekultiviert auch wieder, was früher hier erfolgreich gewachsen ist.
00:09:15: Oder ist das ein Trugschuss von mir?
00:09:17: Nein es ist auf jeden Fall sinnvoll sich Eigenschaften von Saatgut oder von anderen Sorten die jetzt nicht mehr so produziert werden anzuschauen.
00:09:27: Wir haben das große Problem in der Landwirtschaft dass die größere Herausforderung mit dem Klimawandel eine ist, die nicht oder schwer direkt oder kurzfristig stoppbar ist.
00:09:37: Wir sehen das jedes Jahr, wo es wirklich massive Trockenperioden gibt, wo's eine Hitze über den Sommer gibt – wo wir auch dieses Jahr zum Beispiel in Teilen Österreichs ganz trockene Frühjahre gehabt haben.
00:09:48: Das wiederum beeinflusst die Proteingehälter.
00:09:53: Zum Beispiel werden jetzt Braugeerste angeliefert bekommen, wo der Proteingehalt bei dreizehn Prozent liegt, was zum Beispiel ein bisschen über den Anforderungen der Industrie liegt.
00:10:02: Aber auf der anderen Seite sehen wir auch, dass sich gewisse in gewissen Regionen auch in Europa und wir sind sehr aktiv auch in Osterupper wo sich gewissere Anbauflächen verschieben.
00:10:13: Also es wird zum Beispiel Soja und so ist mehr oder weniger die Proteinpflanze schlechthin In gewissen Regionen in Serben gar nicht mehr angebaut weil über den Sommer zu lange Hitzeperioden sind und ich dann keine Ernten- und Proteingehalte mehr habe, die ich eigentlich brauche.
00:10:31: Und da gilt es dann schon sich anzuschauen wie können wir wirklich diese Sorten dahingehend züchten?
00:10:37: Und speziell alte Sorten sind resilient und Resilienzen braucht zum einen gegen Schädlinge aber eben auch gegen zum Beispiel gewisse Arten des Stresses und da kann man sich schon noch einiges annehmen.
00:10:53: Aber es gibt trotzdem auch im Proteinbereich, also wenn ich mir Soja anschaue sind wir in Österreich mit einer Anbaufläche von ca.
00:11:03: Achtzigtausend Hektar sehr gut auch in Europa vergreicht.
00:11:06: Wir sind britgrößtes Sojanbauland in Europa aber nach Soja kommt man wirklich lange nichts.
00:11:14: Und dann kommen gewisse andere Kulturen wie Ackerbrone oder auch für den Lebensmittelbereich, vielleicht Kicherjabs.
00:11:20: Aber da liegt man bei Tausend Hektar und so was.
00:11:22: Das ist marginal!
00:11:25: Ich war am Wochenende im Beinviertel und habe gemerkt, wie brutal Trockenei sie ist.
00:11:28: Da waren alle Getreideflächen schon abgeerntet.
00:11:31: Es kommt mir irgendwie sehr früh vor – ich bin da kein Spezialist, aber es kann man früh vor.
00:11:35: Wir sind vorbei gefahren bei einigen Maisfeldern sowohl Fruttermittel oder Futtermais und andere, die sind alle nicht sehr hoch.
00:11:46: Und es hängt keine Frucht drauf.
00:11:48: also das wird nicht ausgebildet offensichtlich.
00:11:51: Muss man nicht dringend schauen dass man andere Sorten, andere Produkte, andere Kulturen in Österreich Hirasche ist irgendwie etabliert weil sonst unsere Versorgung mit Lebensmitteln gefährdet ist?
00:12:02: Wie dramatisch ist das?
00:12:03: Wie traumatisch sehen Sie
00:12:05: das?
00:12:06: Ich sehe jetzt mal in Österreich sind wir noch mal ein bisschen besser dran als in anderen Regionen.
00:12:11: Wir können uns in gewissen Gegenden ganz gut mit Bebesserung helfen, wobei das Symptombekämpfung ist.
00:12:18: Und
00:12:18: wir diskutieren auch gerade, dass wir manche gemähnten des Wassers abdrehen weil zu wenig da ist?
00:12:23: Genauso
00:12:23: ist es und das Thema Grundwass ist auch eines... also wir diskutiern auch viel zum Thema Wasser.
00:12:28: ja aber man braucht da sehr rasch neue Lösungen.
00:12:35: Zum Beispiel ein Forschungsprojekt, das nennt sich CropShift.
00:12:37: Wo wir uns anschauen mit Satellitendaten und Wetterdaten mit der Universität für Bonnkulturen wird es gemeinsam gemacht.
00:12:44: in zehn Jahren.
00:12:45: wie verändert sich auf kleinstregionaler Ebene das Mikro-Klima?
00:12:49: Wie viele Hitzetage wird es zum Beispiel beim Meister braucht gerade in einer gewissen Wuchsphase den Niederschlag?
00:12:55: ansonsten ist mehr oder weniger die Ernte kann man schon relativ früh absehen dass man da nicht zu einem Proteingehalt aber auch Biomasse schaffen wird in einem gewünschten Ausmaß.
00:13:05: Und wo entwickelt sich dieses kleinstregionale Klima, dass ich dann auch zum Beispiel meine Sorten dahin gehend züchten kann und sage okay im Eferdingerbecken brauche ich hier Sorte mit einer Oberösterreich.
00:13:16: Es verlagert sich sehr viel hin nach Oberösterich weil da einfach ein bisschen mehr Niederschlag ist.
00:13:21: aber da brauche andere Sorten als jetzt zum Beispiel im Östlichen Weinviertel.
00:13:26: Aber es stimmt doch die Erntezeitpunkte in Österreich waren in gewissen Regionen im Weinviertel so früh wie noch nie.
00:13:34: Der Klimawandel drückt massiv die Landwirte und fordert auch das ganze Thema Proteine, es muss das Ziel sein dass man wirklich eine Versorgungssicherheit hat.
00:13:44: wir merken gerade in den letzten Jahren Wir sind von einer Krise in der nächsten gebäutelt was aber trotzdem immer gelungen ist egal ob das bei Corona oder bei dem Ukraine Krieg Saatgut und die Versorgungssicherheit eigentlich immer gewährleistet war, weil wir sehr gut aufgestellt sind.
00:14:06: Weil wir sehr regional aufgestellt haben auch in Österreich.
00:14:11: Und das ist der Klimawandel, dass er jetzt einmal eine der größten Herausforderungen.
00:14:15: Aber man sieht die letzten massiven Krisen, die hat man irgendwie bewältigen können – auch wenn zum Leid einiger oder für etliche Betriebe sicherlich.
00:14:26: Aber für den Klimawandel braucht man tatsächlich rasche Maßnahmen.
00:14:29: Wir haben vor zwei Jahren ein Programm gemacht zum Thema Wasser, das ist auch sehr breit.
00:14:34: da geht es von autonomen Bewässerungsrobotern bis hin zu Bodenbewirtschaftungsmaßnahmen, dass sich die wasserhalte Fähigkeit im Boden aufbaue bis hin zur anderen Betriebsmittel oder Fruchtfolge-Maßnahmen wie ich wirklich am Betrieb schauen kann, dass ich durch Trockenperioden zum Beispiel besser durchkomme.
00:14:55: Jetzt kann man sagen, das ist alles ein Thema der die Landwirtschaft intensiv beschäftigen muss und soll und auch schon tut.
00:15:03: Wir könnten uns zurücklehnen als Konsumentinnen und Konsumenten und sagen müssen wir alles wurscht weil ich kann nicht darauf eingreifen.
00:15:09: sollen die Bauern lösen irgendwie aber so einfach ist es ja nicht.
00:15:14: Kommt das Gesundheitsministerium oder die Bundesregierung zu Ihnen?
00:15:19: kümmert es euch darum, dass wir in Zukunft – weil Sie jetzt das Thema Versorgungssicherheit auch beschrieben haben – kümmt es euch drum, dass ich in Zukunft noch was zum Essen habe.
00:15:27: Sollte ja auch eine gesundheitsstrategische Frage sein oder?
00:15:30: Also das Proteinprogramm haben wir z.B.
00:15:33: in Kooperation mit dem Landwirtschaftsministerium gemacht.
00:15:35: Wir uns ist auch gelungen den Verhandler und Verantwortlichen der europäischen Eibesstrategie einzuladen und unsere innovativen Start-ups dem vorzustellen, die sich aus Brüssel angereist.
00:15:47: Also, die haben massives Interesse da auch Lösungen zu finden.
00:15:51: Wie es dann in die Umsetzung kommt ist oft eine andere Frage.
00:15:58: Europa oder die Welt ist gebeutet von Krisen.
00:16:00: Die ganze Zeit, es gibt einfach überall andere Interessenslagen.
00:16:04: auch Wir sehen das auch im Bereich der Landwirtschaft also Oder auch Proteine wo man sagt Wo sollen zu in Zukunft unsere Proteine herkommen?
00:16:11: Sollen sie vom Feld kommen?
00:16:12: Sollte aus einem Reaktor, Fermentationsreaktor zum Beispiel herkommen?
00:16:17: oder brauche ich die Landwirtschaft irgendwo überhaupt nach wo sehr viele gesellschaftliche Fragen sind?
00:16:21: Also für uns ist das schon klar bei seinem Versorgungssicherheits Thema und wie auch zum Glück in Österreich auch durch diese Lagerhaus genossenschaftliche Struktur, die wirklich dezentral ist und wo auch die Bäuerinnen und Bauern da im Eigentum der Lagerhäuser sind sehr breit und abgesichert aufgestellt sind.
00:16:40: Aber es ist natürlich im nationalen Interesse eigentlich eine Versorgung sicherzustellen und Qualitäten genauso.
00:16:48: Es läuft sehr viel über die AGES-Agentur für gesunde Ernährungssicherung in Richtung Sortenanerkennung Solche Themen, also sehr viele Abstimmungen.
00:16:58: Zum Abschluss noch eine Frage die vielleicht sogar ein bisschen einen Cliffhanger für ein mögliches weiteres Gespräch ist.
00:17:03: das würde nur heute den Rahmen sprengen aber Sie haben es gerade angesprochen Präzisionsfermentation.
00:17:09: zwei Sätze dazu warum Fermentation ist ja auch ein Begriff der gerade sehr präsent ist beschäftigen sich viele die sonst keinen Bezug dazu haben damit Warum ist Fermentation auf einmal so im Kommen?
00:17:22: Und was machen Sie dazu beziehungsweise, wie stelle ich mir das vor, dass aus Fermentationsprozessen Protein gewonnen wird?
00:17:31: oder ist es hocus pocus.
00:17:33: Was machen sie?
00:17:33: da
00:17:34: gibt's auch unterschiedlich.
00:17:35: Es geht teilweise sehr ins fachliche aber es gibt ja auch immer die Frage wo meine Rohstoffe oder Ressourcen herkommen, die ich dann noch zur Fermentation nutze.
00:17:44: wenn ich da jetzt wieder beispielsweise agrarische Grundrohstoffe hernehmen und die dann wieder fermentiert.
00:17:51: Dann glauben wir, dass es eher Verluste mit sich bringen wird am Proteingehalt.
00:17:57: Es gibt aber schon gewisse Precision Fermentation Use Cases wo ich gezielt auf Gewisserminosäuren oder gezielt fermentieren kann, wo es auch aus dem Kreislauf Gedanken einen Sinn macht.
00:18:13: Aber es ist jedenfalls ein...
00:18:14: Das heißt, viele Private fermentieren was wir alle machen.
00:18:18: Also das ist etwas ganz... Also im Endeffekt Fermentation ist auch ein biochemischer Prozess aber damit hat er Sinn.
00:18:28: also da geht's um skalierbare größere Prozesse wie ich Proteine generieren kann.
00:18:33: Es klingt nach einem Thema dass es absolut wert ist, dass man uns ein weiteres Mal dazu unterhalten.
00:18:37: Ich danke für das Gespräch!
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