Zwischen Tradition und Tabu.

Shownotes

Walter Bankhammer ist Metzger und Wirt in Berchtesgaden und Salzburg und hat kürzlich auf seiner Karte im Gasthaus Metzgersteig "Pastissada de Caval" angeboten, ein Schmorgericht mit Pferdefleisch vom Gumprecht. Damit scheint es als hätte er das Motto des diesjährigen "eat&meet"-Festivals - GRENZEN_LOS - ordentlich ausgereizt. Ich habe ihn gefragt, warum er auf die Idee kam, Pferdefleisch auf seine Karte zu setzen, und wie die Reaktionen ausgefallen sind. Vorweg: Überraschend. Genauso wie seine ersten Erfahrungen mit Pferde-Leberkäs. Was hat es mit der Tradition des Pferdefleisch auf sich? Warum hat der letzte Pferdefleischer in Salzburg schon so lange geschlossen? Ist der Pferdefleisch-Skandal 2013 oder eher unsere emotionale Nähe zu Pferden schuld daran, dass es immer noch große Berührungsängste gibt, Pferd zu essen? Walter Bankhammer weiß vieles zu erzählen zur Geschichte des Pferdefleischs und verrät mir auch, ob er selbst darüber nachdenkt, künftig in der eigenen Metzgerei Pferd zu schlachten.

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00:00:06: Es ist halt mehr Pferdefleisch, dann müssen wir es nicht nach Italien fahren.

00:00:16: Wie ich das gelesen habe, Pferdefleisch, hab ich mir gedacht Mensch eine, das Altstadt-Marketing, das ist für euch eine gute Idee, die trauen sich was und dann das machen.

00:00:24: wir haben, wie man denkt.

00:00:25: Das übernehmen wir, weil es eine ganz interessante Geschichte ist, weil's ja eigentlich kaum mehr anboten wird, immer dass das alles wieder Zukunft hat wenn man das nicht zu graus macht und wirklich so wie früher auch wieder ein wenig mehr familiär betreibt, wo man einen Überblick hat.

00:00:47: Wo man weiß, wo er sein wirklich war.

00:00:49: Wo ist was her?

00:00:50: Und wer wird was gemacht?

00:01:00: Herzlich willkommen bei Essenzell.

00:01:01: Was auf den Teller kommt!

00:01:02: Ich bin heute in Salzburg und wir sitzen da im Freien am alten Markt im Scharnigarten.

00:01:07: Mein Gast ist der Walter Bankkamer.

00:01:08: Danke Herr Bankkramer für Ihre Zeit.

00:01:10: Ja bitte gerne.

00:01:11: Ist sogar recht der Herz.

00:01:12: Grüß Gott

00:01:13: Danke, dass wir da sitzen dürfen.

00:01:15: Es ist mein erstes Außen-Podcasteraufnahme.

00:01:17: Ich glaube, es ist schon voll.

00:01:18: ins Haft in Salzburg nehmen und sitzen ihre Gäste.

00:01:21: Sie sind Betreiber vom Metzgersteig!

00:01:23: Was genau ist der Metzgarsteig?

00:01:25: Der Metzgesteig war früher am alten Schlachthof in Salzburger die Kantine.

00:01:31: Und das war so ein klars umscheinbares Wirtshäusel... Ich habe leider keine Fotoaufnahmen mehr, aber das hat Mitzgersteig gekostet.

00:01:39: Da ist der Viehändler eine, da ist der Langschlechter eine und der Mitzker eine.

00:01:43: Die haben sich durch den Jausenkopf der Klaus-Biedranger und das war der Mizgersteiger.

00:01:47: Und wie der Schlachthof weggekommen ist, ist auch der Mizzersteig weggegangen.

00:01:51: Wir haben dann vor zwei Jahren das Lokal da am alten Markt übernommen.

00:01:54: Das war früher italienisch Restaurant, Pizzeria – und wir haben gesagt, meine Herren!

00:01:59: Eher traditionelle Leitzung, das passt nicht.

00:02:02: Wenn wir irgendwas ... Kapitän!

00:02:03: Ich würde sogar Pizzer machen.

00:02:05: genau und so bin ich auf dem Namkemer Metzgersteig weil es einfach was Originals ist und ich bin Metzgermeister und wir wollen auch hier in den Lokal speziell aufs Fleisch in Zukunft aufbauen.

00:02:19: Und praktizieren Sie selber noch als Metzga?

00:02:21: Wir haben nur eine Metzgerei die haben wir einkriegt in Berchtesgamm.

00:02:25: Da führen wir auch das Preistübe und da ist er mit Skreiber bei, da machen wir einen größten Teil von den Wurstwuren selber die.

00:02:32: was jetzt mittlerweile schon unser Buhr macht der wird es gerade unter der Musterprüfung und in Augsburg ist.

00:02:37: Das ist immer

00:02:39: perfekt, wenn man das in der eigenen Umfeldklasse hat.

00:02:43: Und es wird ein super Sammler.

00:02:44: Schau, das

00:02:44: Bau hat allweil gut zusammengepasst.

00:02:46: Es hat sich irgendwann einmal auseinander geblieben, weil alles zu arbeitsintensiv geworden ist aber ich merke, dass das alles wieder eine Zukunft hat.

00:02:55: Wenn man das nicht zugraus macht und wirklich so wie früher auch wieder ein wenig mehr familiär betreibt wo man einen Überblick hat, wo man weiß Wo man sein wirklich weiß, wo ist was her.

00:03:05: und wie wird das gemacht?

00:03:07: Da haben wir im Vorgespräch schon gefunden.

00:03:09: Wir sind beide überzeugt dass die Metzgerei oder die Fleischereien wieder kommen.

00:03:13: Die werden ja reines Auserlehm nicht mehr so wie es früher gab aber so wie sie Qualitätsorientiert, Familienbetrieb klein.

00:03:21: und worum geht das?

00:03:22: die Leute sagen Sie wollen Dänsterfleisch essen wissen was es ist wo es herkommt.

00:03:26: Und das ist eine Qualität, auf die Sie verlassen können?

00:03:29: Das ist aber wichtig!

00:03:30: Ja ganz genau.

00:03:31: Es ist ja da sehr viel kaputt gemacht worden.

00:03:33: Ich habe aus eigener Erfahrung mehr ums Immermitzgerei daheim gehabt und ich hab immer gemerkt, es muss groß sein und es muss riesengroß werden und anders kann man nicht mehr mithalten.

00:03:45: Mein Vater hat dort zum Beispiel gesagt, du wirst zehn.

00:03:48: Du wirst einmal einer der wenigen sein, der was über bleibt und wennst du ein ehrliches Produkt hast, während die Leute mal weit fahren das so was krön.

00:03:56: Und das hab ich zumal nicht geglaubt und hat eine Nämte geglauben.

00:04:00: Da

00:04:00: haben wir sie nicht vorstellen können?

00:04:01: Nein, heute ist es aber so!

00:04:02: Das sieht man halt für ein gutes.

00:04:04: Brotfahrt einer auf dreißig vierzehn Kilometer und dann sagt du ich hol mir das dort weil da weiß ich was es ist und so ist beim Fleisch und Wurst genauso.

00:04:12: Jetzt sieht man heute ja aber ganz ein spezielles Fleisch, dass der Grund warum ich da bin.

00:04:15: Es ist gerade in Salzburg.

00:04:16: des Item-Mitfestival gibt's seit vielen Jahren wo sich die Betriebe in der Altstadt zusammen tun anbieten und es gibt tolle Sachen zum Essen, es gibt Marktführungen und alle Mittel in Veranstaltungen.

00:04:29: Und hier hat man dieses Programm angeschaut und da bin ich auf ihren Programmpunkt gestoßen.

00:04:35: Sie haben jetzt glaube ich eine Woche lang oder vielleicht etwas mehr im Rahmen dieses E-Dent mit ein Pferdefleischgericht auf der Karte gehabt.

00:04:42: Und sie haben vorher gesagt das war Italiener und ihr habt jetzt eher die Hausmannskost aber dieses Gericht hat einen italienischen Namen?

00:04:48: Oder was genau hattest du damit auf sich?

00:04:50: Ja entstanden ist dieser so vor Wie ich das gelesen habe, Pferdefleisch, hab ich mir gedacht Mensch eine.

00:04:56: Das Altstadt-Marketing ist für die Idee, die trauen sich was und dann machen wir das halt.

00:05:02: Das übernehmen wir.

00:05:04: ganz eine interessante Geschichte, weil es ja eigentlich kaum mehr anboten wird.

00:05:09: und wir haben einmal einen Verkäufertag gehabt im Metzgersteig Ein Koch, der hat gesagt, du musst zum Pferdeleverkass anbieten.

00:05:15: Ich habe gesagt, das tue ich nicht da in der Stadt schon gar nicht.

00:05:18: Weil man die ganze Zeit hier und dann käme man wie was weiß.

00:05:21: Irgend eine Reitmeteiligung oder mit ehemaligen Pferdteilen.

00:05:26: Dann geht es hundertmal schief, wenn man denkt naja er hat nicht nachgegeben.

00:05:29: Dann haben wir einen Rusleberkass.

00:05:31: Besteht bei dem Gumpfbrech?

00:05:32: Ja

00:05:33: also den Wiener

00:05:34: Ich habe genau den Rosemitzger.

00:05:36: Wir haben draußen eine Toffe aufgehängt, es war nicht so ein Glamm, der war innerhalb kürzester Zeitweg.

00:05:43: Die Leute waren einer gekommen und ich hab mir gedacht, da wären eher gesetzte Leute einer gekommen?

00:05:47: Nein überhaupt nicht!

00:05:49: Auch junge Frauen und junge Tierteln ... Pferdeleberkasse essen.

00:05:53: Das

00:05:54: ist lustig, weil Leberkäse sind ja an sich jetzt sehr, wie soll ich denn sagen, holemisierendes, polarisierende Lebensmittel und dann vom Pferde aus

00:06:01: drehen?

00:06:01: Ganz genau!

00:06:02: Und also das heißt es waren ganz gut gemischt.

00:06:04: Gäste die das...

00:06:05: Ganz gut gemischte Ja um wir haben nicht einmal irgendwas gehört dass wer gesagt hat du was folgst euch ein das ist doch das tut man nicht oder das geht nicht ganz entgegen.

00:06:14: Teil der Leute haben das begrüßt und so haben wir jetzt wie das gelesen habe dass das die Möglichkeit besteht hab immer denkt Machen wir doch ein Pferdefleisch, da kommen uns alles mit.

00:06:25: Das ist eine pastissade Dekaval oder so heißt das Gericht?

00:06:29: Ist das eine italienische Spezialität?

00:06:31: Ja, das

00:06:32: ist eine italianische Speziallität und das passt weil das ganze Item mit ist ja auf Grenzenlos aufgebaut.

00:06:40: Und du wolltest

00:06:42: mal die Grenzen überschreiten?

00:06:43: Ganz genau!

00:06:44: Ja.

00:06:45: Und wie war da die Rückmeldung von den Gästen?

00:06:47: Wie hat sie einen Geschmack bzw.

00:06:48: wie groß man sich in der Resse anfährt, haben die Leute nachgefragt

00:06:51: oder ... Die Leute haben nachgefuckt schon im Vorfeld!

00:06:54: Wir sind ja eher ein Wirtschaftshaus, wo wir nicht unbedingt reservieren wollen, wo es mal auf eine Gratzwolle geht und eingeht.

00:07:00: Da haben wir im Vorfall schon sehr viele Anfragen gehabt, wann wir das haben.

00:07:04: Es war nur drei Tage geplant.

00:07:07: Nach drei Tagen haben wir gesagt, du, das geht so gut.

00:07:09: Die Anfrage ist allweil nutter.

00:07:11: Jetzt machen wir's zweitimal was nachgekommen.

00:07:14: Ja, weil sie so einfach gut angehemmt und weil wir es jetzt nur ein bisschen auf der Garten lassen.

00:07:19: Das ist interessant, weil ich bin vor einigen Wochen gestolpert.

00:07:22: über eine Meldung im italienischen Parlament wird gerade diskutiert die überlegen Pferdefleisch also das Schlachten und Konsumieren von Pferd zu verbieten indem Sie's Pferdd glaub als Haustür deklarieren und dann wäre das automatisch untersagt.

00:07:36: logischerweise Jetzt reden die drüber, es abzuschaffen und offensichtlich hat sie nicht alle eine große Tradition.

00:07:42: Pferdefleisch und Esel glaube ich also Salami ist ja kein anderes Produkt.

00:07:46: Ist das bei uns so anders die Entwicklung?

00:07:48: Weil wo Sie erzählen klingt er eher noch wenn man's wieder mehr anbieten würde würden die Leute auch essen weiß es vielleicht als gesünder empfinden ich weiß es nicht oder von der Haltung weniger ablehnen als andere.

00:07:59: Bei uns hat es Pferdefleisch essen ja nicht die Tradition wie in Italien und darum kann ich das irgendwo nicht verstehen, dass man das in Italie verbieten will.

00:08:08: Vielleicht ist mir bei uns auch ein Schritt weiter... Schau wieder einen Schritt weiter!

00:08:13: Weil es ist ja nicht verkehrt wenn man als wertvolles Tier einfach isst und verarbeitet und nicht irgendwo in einem Krematorium verbrennen lässt.

00:08:25: Also da macht es für mich viel mehr Sinn, wenn man das wieder ein bisschen ins Bewusstsein bringt.

00:08:30: Dass man auch Pferde essen kann.

00:08:32: Hat ja auch wieder was mit Nachhaltigkeit ... Für mich hat das mit Nachaltigkeit etwas zu tun.

00:08:37: Stichwort Nachhaltigkeit.

00:08:38: über die Woche gelesen.

00:08:40: Man hat in irgendeiner Türkei in einer Großküche einen Chip gefunden.

00:08:45: Das war der Chip von einem Rennpferd, das offensichtlich auch verkocht worden ist.

00:08:50: Ein Galopp-Rennpfärd?

00:08:51: Ja!

00:08:51: Wo überrascht war, dass ein Sportpferd für Konsum verwendet werden darf.

00:08:56: Aber zum Thema Nachhaltigkeit, der hat performt als Rennpferde und dann ist er offensichtlich im Suppendorf gelandet.

00:09:03: Meine Mutter hat mir gesagt beim Mittagessen, sie kann sich erinnern, dass in der Steingasse in Salzburg früher einen Pferdemetz gegeben hat?

00:09:09: Ja!

00:09:09: Das weiß ich nur, den hat es auch zu meiner Zeit noch gegeben.

00:09:12: Ich weiß nicht, was das in der Hauptschulzeit wird, die er dann zugesperrt hat.

00:09:15: Es war sogar ein Bericht in ORF, dass die letzte Pferdemezgerrein Salzburg zusperrt.

00:09:20: Das heißt, es gab schon so was wie vielleicht Traditionen übertrieben.

00:09:24: Ich kann mal erinnern, dass man im Binskastort Pferdefleisch früher verarbeitet hat und zwar sehr lange her weil man dort halt auch die Arbeitspferde hatte, die Norika auf jedem Hof quasi fertig standen sind und die dann einfach auch das Fleisch... Also es wäre ja wahrscheinlich, wie soll ich denn sagen, eine Verschwendung gewesen, da ist dann nicht zu essen des Fleisches und wenn man das Tier am Hof hält und genauso wie man heute die Rinder schlachtet, dann auch die Pferden.

00:09:47: Ist das etwas, was wieder kommt?

00:09:50: Weil Pferde gibt's auch wieder für mehr.

00:09:51: Man sieht auf jedem Hof, dass sie abpferd stehen.

00:09:55: Sie werden wieder mehr und es wäre ja schade, wenn die offensichtlich von der Qualität so toll sind dann nicht dem Konsum zuviel.

00:10:02: Man zwingt niemanden

00:10:04: dazu an, wann die Leute wieder mehr bewusst ist, weil das ein wertvolles Lebensmittel ist.

00:10:09: Danke noch mal,

00:10:10: also sensationell.

00:10:14: Live-Feedback

00:10:17: für meinen Gast

00:10:18: am

00:10:18: Tisch!

00:10:19: Danke!

00:10:21: Ja,

00:10:21: ich habe den japanischen Bosner.

00:10:24: Ja,

00:10:24: genau.

00:10:24: Ja super.

00:10:26: Danke für alles.

00:10:28: Mein Bruder hat das.

00:10:32: Der hat die Idee gehabt.

00:10:33: Weil ich bin sehr konservativ und jetzt sowas wieder nicht gemacht aber... Wir sind am

00:10:37: Wochenende, wir waren so Samstag-Sundag-Satz.

00:10:39: Und Prüvi was?

00:10:40: Prüvats.

00:10:41: Ja genau.

00:10:43: Ja, bitte gerne.

00:10:44: Das haben

00:10:44: wir live fit begattelt mit dem Boot.

00:10:46: Da muss ich nachher noch kosten die japanischen Boote.

00:10:48: Die gibt es auch bei mir im Zuge des Iten.

00:10:50: Genau, ganz genau.

00:10:51: Für einen Kultor, für jemanden der sagt er ist eher klassisch konservativ.

00:10:55: Also zurück zum Pferd!

00:10:59: Sie gehen davon aus, dass das schon wieder ein Thema werden könnte.

00:11:03: Ich meine ich glaube es ist noch... Das braucht vielleicht nur Zeit.

00:11:06: also ich sehe es jetzt noch nicht kommen.

00:11:07: in der Breite muss man vielleicht unterscheiden.

00:11:10: im Westen Österreichs glaube ich ist das viel weniger Thema.

00:11:12: In Wien ist das Pferdefleisch präsenter mit dem besagten Gumprecht.

00:11:16: Der hat ja viele Verkaufsstandorte unter anderem im zweiten Im zwanzigsten Bezirk Abdonnerkanal also wie ein Würstelstand überhaupt alles vom Pferd verkauft.

00:11:26: Dort trägt es niemanden auf, glaube ich.

00:11:28: Das gehört einfach

00:11:30: dazu?

00:11:31: Genau so wie in München gibt's auch noch die Rosemitzgarm-Viktuale im Markt.

00:11:35: Vielleicht hat das auch mit den Großstädten was zu tun von früher her.

00:11:38: Das Pferdefleisch war doch ein bisschen günstiger als wäre das andere und vielleicht haben wir das einfach braucht dass man die Menschen in einer Großstadt ernähren kann.

00:11:49: Jetzt habe ich mal ein bisschen Zahlen rausgesucht.

00:11:51: Die Statistik Austria sagt, dass wir in den Österreichen seit dem Jahr zwanzig zweihundertsechsund siebzig Pferde geschlachtet haben.

00:11:57: Sechshunderttausend Rinder, viererhalb Millionen Schweine und hundert Millionen Geflügel.

00:12:05: Also da ist nur Luft drin bei den Pferden oder?

00:12:08: Ich meine man wird jetzt nicht Pferderextra... Halten dafür nur, um sie zu schlachten.

00:12:12: Oder glauben Sie, dass das sogar so weit kommen kann?

00:12:14: Dass man wie ein Rinderbetrieb an Pferde betreibt für die Lebensmittelerzeit?

00:12:19: Nein, das

00:12:19: glaube ich nicht!

00:12:19: Das haben Sie in Frankreich.

00:12:21: In Frankreich gibt es den Pferdemäster.

00:12:23: Also der macht das wie bei uns einer Stürmest, macht der Pferdemast wahnsinnig interessant.

00:12:29: In welcher Region ist das?

00:12:30: oder ist das verbreitet?

00:12:32: Na, verbreitet ist das nicht.

00:12:34: Nicht dass ich jetzt einen Plätzchen sage, aber eher in der Britannricht da, in der er gegen ist und die werden genauso gehalten, genauso gemästet wie bei uns die Stürr.

00:12:43: Und dann verwendet er, was wird die Edelteile und auch verwurscht?

00:12:47: Verwurscht

00:12:48: wird das.

00:12:49: Die haben viel so Robürscht, wo das Pferdfleisch eine kommt, genau wie in Italien.

00:12:54: In Salame und sichere Sachen kommt es ein.

00:12:57: Ich glaube jetzt nicht ... Schauen Sie, ich bin ja von Herzenhaus an einem normalen Mitzger.

00:13:02: Also, kein Rosmetzger, sondern ich bin halt für Kaiwi rentfig und sau.

00:13:07: Aber mir gefällt das Thema einfach von der Rissarbeit.

00:13:12: Ja, weil es schon ist, wann das komplett wegkommt und was einen Sinn macht!

00:13:17: Weil glaube die Ernährung wird ja immer interessanter.

00:13:22: In einer Richtung geht das total auf das künstliche Fleisch Und die anderen Seiten spezialisiert sie mehr.

00:13:31: Es ist auch die Jugendheit wieder meiner Meinung leichter zu haben, nicht immer so verbohrt und sagt man der ist der Fleisch und der ist B's und der is das und der iß des.

00:13:41: Man hat für alles mehr Verständnis.

00:13:43: Das hat alles Platz nebeneinander?

00:13:44: Es hat

00:13:44: alles platznebeneinander!

00:13:46: Und das ist das Gute eigentlich.

00:13:48: Ich kann mich noch erinnern... Ich

00:13:50: glaube, es war im Jahr zehntzig-dreizehn oder so.

00:13:54: Ich war damals bei McDonald's und das war ein großer Aufschrei der Pferdefleischskandal in ganz Europa.

00:14:00: Da war das Problem ja nicht das Pferdefleisch an sich.

00:14:03: Das Problem war dass man da drauf gekommen ist in sehr vielen verarbeiteten Lebensmitteln also Lasagne und Dosenfleisch und Zeug, dass man Pferd als Rind deklariert hat oder einfach drunter gemischt hat weil es offensichtlich günstiger zu haben war, sonst kann es keinen Grund dafür geben denke ich.

00:14:19: Und man ist auf die Zeit jetzt draufgekommen was die Leute sehr empört hat, dass man die Transportwege nachvollzogen.

00:14:25: Weil man herausfinden musste, wo ist denn das Pferd reinkommen oder reingemischt worden?

00:14:29: Und man ist darauf gekommen wie die Transportwäge sind bei Fleisch.

00:14:32: Teilweise ja lebendige Transporte durch ganz Europa, teilweise Pferde bis in den nordafrikanischen Raumenwirklichkeit.

00:14:38: und wenn man die lebenden Tiere transportiert irgendwann mal passieren Schlachtungen oder auch nicht.

00:14:43: Der Illegal damals untergemischt in Wirklichkeit, das war ja der große Skandal.

00:14:47: Kennen Sie es noch erinnern?

00:14:48: War das ein Salzpagat-Thema?

00:14:49: Keine

00:14:50: Erinnerung, zwei Thema... Gut!

00:14:53: Da haben wir wieder bei der Deklaration, das hat man sich wahrscheinlich nicht sagen traut, dass da Pferd drinnen ist.

00:14:59: Darum hat man das irgendwo verschwiegen.

00:15:01: aber im Grunde ist ja nix schlechtes zu

00:15:04: werden.

00:15:04: Ich glaube, das Gegenteil.

00:15:05: also ich glaube, es war eine illegale Geschichte von den Leuten was untergehobelt hätte man gesagt, wir machen ein Produkt wo Pferd und Rind gemischt ist.

00:15:14: So wie man sagt, beim Verschirten habe ich Schwein und Rint gemisht, keine Ahnung.

00:15:18: Hätte das wahrscheinlich niemanden aufgeregt?

00:15:20: Das kann jeder so entscheiden.

00:15:21: Ich möchte das essen oder nicht!

00:15:23: Der Aufreger

00:15:23: war ja ... Und insofern auch so groß.

00:15:26: Weil die Leute schockiert waren, dass Pferde überhaupt geschlachtet und konsumiert wird.

00:15:32: Warum ist es so?

00:15:33: Warum tun wir uns so viel schwerer bei Pferden?

00:15:36: Ist es so für mehr als Haustür empfunden?

00:15:41: Es regnen sie außer, die grundsätzlich gegen Tierhaltung und Tierschlachtung sind.

00:15:45: Aber ansonsten kennen niemanden, der sich aufregt, dass man ein Rind hält und schlachtet und ist.

00:15:50: Das haben wir irgendwie gelernt.

00:15:52: Und jetzt kann man sagen, ob Pferd wäre ein ähnliches Tier vergleichbar zumindest?

00:15:56: Und das ist uns offensichtlich emotional so viel näher.

00:15:59: Warum ist es?

00:15:59: Soll man sich ums Feuer selber gesagt, die Reitbeteiligungen ... Und das Reiten ist natürlich ganz ein anderer Zugang zu einem Tier als wenn ich einen Rind im Stall heute das verstehe.

00:16:10: Aber rechtes Raus.

00:16:11: Als Erklärung war, warum ist das so?

00:16:13: Warum ist uns das Pferd zu viel näher?

00:16:15: Ich würde sagen, ich denke mal halt einmal mit einem Ros geben wir anders um.

00:16:21: Früher als Arbeitstier der hat ja ... Der mit deinem Fisch gearbeitet, der hat einen ganzen Tag kritt mit ihm.

00:16:27: Geführig, zurückgeweitert durch das und durch das.

00:16:30: Die wachsen ja zusammen die zwei.

00:16:31: Also das

00:16:31: ist eine

00:16:34: engere Beziehung oder

00:16:35: nicht?

00:16:35: Ist eine engen

00:16:36: Rebeziehung?

00:16:36: Mit Sicherheit eine enge Rebeziehung.

00:16:39: Das hat sich dann übertragen auf die ganzen Reiter.

00:16:42: Und auf den ganzen ... Wann ich das in meiner Sprache so sag?

00:16:46: Die ganzen Dirndl, die ein Pferd haben, die dann seinen ganzen Tag streicheln und verhätscheln.

00:16:50: Da kommt der Tierarzt und da gibt's das Leckerli und das hat sie früher nicht gegeben!

00:16:55: Und durch das wächst es deso ans Herz irgendwie... Und die können Sie das überhaupt nicht vorstellen, dass sowas abgestochert wird und gessen wird.

00:17:03: Es war ja sogar mal, ich weiß jetzt nicht, was, in die siebziger Jahre Der Gründer vom Maschinenring.

00:17:11: Die Maschnenring muss man kurz erklären, ist eine Vereinigung wo man Geräte und Geretschaften ausleihen kann in der Landwirtschaft oder?

00:17:18: Und worum

00:17:19: geht

00:17:19: das?

00:17:19: nicht jeder Betrieb alle Geräten selbst kaufen muss sondern es ist auch Gemeinschaftsnutzung?

00:17:24: Ganz

00:17:24: genau!

00:17:24: Ich glaube die sind in den siebziger Jahren entstanden.

00:17:26: ein gewisser Geierspiechler Ist aus Bayern, ist ein Bauernsohn hat das gemacht.

00:17:31: War wahnsinnig gescheit und hat es dort so mal aus den Grundgegründeten, dass die Klaren nicht alles selber kaufen müssen sondern sich das gegenseitig ausleichen Und hat einmal bei einer solchen Versammlung gesagt, wer zähnt, kommt die Zeit wo man überlegt, ob man ein Rind oder eine Keivel oder irgendwas ist.

00:17:50: Weil mit allem was man spielt und das sieht man im Fernsehen mit Bambi um die ganze Sorge wird alles einmal in Frage gesteht.

00:17:57: Der ist auspfiffen worden, die Bauern haben gesagt was möchten der hat dem keiner glaubt.

00:18:02: Heute sind wir ja da in Wahrheit.

00:18:04: ich glaube zwar schon wieder dass wir das schon ein bisschen überschritten haben, dass das Ganze schon wieder eher in Abglingen ist weil sich eben der Mensch bewusster wird dass ein wertvolles, wichtiges Nahrungsmittel ist.

00:18:16: Und weil man sich grundsätzlich so viel mit Essen beschäftigt wie noch

00:18:21: nicht.

00:18:22: Genau!

00:18:22: Und das bringt beide Seiten mit sich.

00:18:24: Das bringt auch extreme Zugänge mit sich und sehr dogmatische Diskussionen.

00:18:29: Sagen wir mal so was es bringt, also ja für mehr Überlegung... eine Bewusstsein und eine Wertschätzung für Lebensmittel.

00:18:34: Und eben, wie sie entstehen und wo sie herkommen oder?

00:18:37: Also das ist ja ein großer Vorteil davon!

00:18:39: Das ist auch etwas, was verloren gegangen ist, wenn ich auf meine Kindheit denke.

00:18:44: Meine Mama war ganz extrem.

00:18:46: Da haben wir ja nie was anderes essen dürfen, was nicht von Salzburg war.

00:18:50: Okay,

00:18:51: die Ultra-Regionalität...

00:18:53: Die hat es nicht gegessen, ein Joghurtwann war woanders hergegeben und nicht von Salzburg.

00:18:57: Weil die hat das nicht angreift.

00:18:58: Ich habe gesagt dass ich sie nicht weiß weil ich nicht von wo das hier ist und was da alles drinnen ist.

00:19:03: Und ich habe aber eine Erinnerung als Buhr.

00:19:05: Da waren wir eingeladen bei unserem Schuhe-Direktor.

00:19:09: Und da waren meine Schwester mit den Dirndlfotten befreundet... ...und da war ich mit als kleiner Buhr und da gab's einen Priminerbutter in den Schachtern drin Und irgendein Zwergenbrot oder wird es gekostet, also ein Schwarzbrot.

00:19:22: Da habe ich einen Butterbrot gekauft.

00:19:23: Das hat man halt so geschmeckt.

00:19:24: jetzt hab ich gesagt wir müssen so am Butter kaufen.

00:19:27: So am Bremener.

00:19:28: Jetzt mein Mama.

00:19:29: Na mehr habt

00:19:30: ihr nicht gebraucht?

00:19:32: Ist nicht im Frage gekommen!

00:19:34: Das gibt es nicht, mein Schwester hat man dann Hormbrucht.

00:19:37: Die war schon zehn Jahre etablierig und die haben wir dann dann Hrmbrucht.

00:19:40: aber meine Mutter hat den Butter nicht gegessen oder gekostet weil das ist verwandt.

00:19:47: Und

00:19:48: jetzt haben wir ja wieder dort den Film bereit und

00:19:50: dass man sehr

00:19:51: extreme Regionalität setzt und so aus dem engsten Umfeld.

00:19:55: Ich glaube, dass das auch nicht der einzige Anspruch ist sondern für mich ist es immer eine Verschneidung von Qualität und Regionalität.

00:20:03: Aber es ist eine andere Diskussion.

00:20:04: Jetzt haben sie gesagt, Sie sind selber ein Metzgerei und viele Restaurants und Betriebe überlegt schon, dass ihr Pferde auch selber schlachtet.

00:20:14: Wenn das vielleicht der Zukunftsthema ist, würde ich einen Sinn machen oder?

00:20:17: Weil jetzt wird der Gumprecht schlägtet.

00:20:19: in eines glaube ich, oder?

00:20:20: Ja genau!

00:20:21: War nicht der Letzten, was es bei uns

00:20:25: gibt.

00:20:25: Wenn wir zweihundertsiebzig Pferde im Jahr schlachten, braucht man keine mehreren Schlachthöfe?

00:20:29: Ja.

00:20:30: Meist werden halt viel, ich glaube heute noch viele Pferden nach Italien gefahren, dass da unten geschlachtet werden und bei uns weniger...

00:20:37: Aber dann die Fohlen, wie man mal so wie's bei den Kälbern transportt ist.

00:20:44: Ich glaub das aus Salzburg, das war zeitlang kann ich mir nur erinnern schon sehr lange her.

00:20:49: Da gab's denn ... Ich glaube, den Fohlen mag den Abtenau oder so.

00:20:53: Ja,

00:20:53: Meißhofen.

00:20:55: Also dort wo die Rinder verstecken

00:20:57: sind

00:20:57: auch die Pferde und da werden halt die Fohle direkt nach Italien und werden wahrscheinlich dort gemästet und dann geschlachtet von

00:21:03: dem Dich?

00:21:04: Genau!

00:21:04: Und es ist ja immer ein bisschen absurd lebende junge Tiere doch halber Europa zu fahren, oder?

00:21:09: Also das könnte man besser lösen wahrscheinlich...

00:21:11: Ganz genau, es hat ja du zum Beispiel der Der von Zuchtverband, der Chef oder vom Pferdezuchtverbot Meißhofen.

00:21:18: Ich weiß nicht, das war so Anfang der Jahrzehnte.

00:21:21: Hat er einmal eine Beilage eingegeben in die Salzburger Nachrichten?

00:21:24: Wo er die Gesundheit vom Pfedefleisch beschreibt und wo er die Leute aufruft ... Dann sagt es halt mehr Pfederfleisch, dann müssen wir's nicht nach Italien fahren!

00:21:34: Der hat sich auch tut zum Beispiel wahnsinnig was traut... Und auf das... Da hat sie dann ein Metzger gegeben in Lofa, glaube ich.

00:21:41: Ja

00:21:42: und ich kann mal erinnern wir hatten ... Wir haben vom Ressort aus das Elbeislaut eingeladen zu einer Verkostung.

00:21:48: Das war auch an Wirtin-Russbach.

00:21:50: Ja genau.

00:21:51: Was ist das Paar geschüttet?

00:21:53: Genau!

00:21:53: Der glaube ich auch Metzga isst.

00:21:55: Und wir haben zwei junge Tierschützerinnen eingeladen gehabt und andere interessiert also eher skeptisch kritische Leute.

00:22:01: Es waren größere Runde und es waren auch dort.

00:22:04: Vor der Tür sind Tierschützer gestanden mit so Bluttransparenten und so weiter, den sie furchtbar aufkriegt.

00:22:10: Und wir sind da rein und er hat uns zum Verkosten also ein ganzes Menü vom Luftgetrockneten überschinken, diverse Würste dann Edelteile, Filet... Also sowas geschmortes und also unterschiedlich pferde Fleisch in jeder Art.

00:22:25: Es war meine erste Berührung damit, ich war auch nicht auf Pferde.

00:22:27: Ich war irritiert am Anfang, weil ich mir bin sicher wie es geht.

00:22:31: Das beste Fleisch, das ich jemals gegessen habe, extrem zart.

00:22:34: Sehr mager ist natürlich Kaffett.

00:22:37: Ich fand es wahnsinnig gut in Erinnerung.

00:22:39: Das war die Zeit auch von der Beilage vom Pferde-Tropfenpark

00:22:42: in

00:22:43: der Salzburg Nachrichten.

00:22:45: Da hab' man versucht, das wieder zu beleben... Was man davor, ich glaube vor allem in den Gebirgsgarten sehr stark gemacht hat.

00:22:52: Weil dort gab es eben die Bauernhöfe und jeder hat seinen Arbeitstier stehen gehabt.

00:22:56: Und wenn das Arbeitstil irgendwann einmal niemand zum Arbeiten war, dann hat man's geschlachtet und gegessen.

00:23:00: Ganz genau.

00:23:03: Und das heißt aber, bei euch ist es noch keine Überlegung in der Metzgerei, dass selber zu

00:23:06: machen.

00:23:06: Da braucht

00:23:07: man da so viel extra Aufwand?

00:23:08: Ich habe mich

00:23:09: ehrlich gesagt mit denen und nicht beschäftigt was wir wirklich brauchen.

00:23:12: früher war streng getrennt

00:23:14: Aber

00:23:14: jetzt glaube ich ist das nicht mehr so.

00:23:16: Ich glaube schon lange nicht mehr.

00:23:18: die letzten zwanzig Jahre glaube ich kann mir das kombinieren also wenn du Ränder schlägst kannst du es parallel machen.

00:23:24: Ich hab mich aber mit den und nicht näher beschäftigt aber es kann sicher ein Thema werden.

00:23:31: Vielleicht ist es ein Beginn einer Entwicklung.

00:23:33: Und wenn das nächste Mal auf Salzburg kommt, gibt's schon nicht nur für Sie den Mitfestival eine Pferdespeise auf der Karte sondern dauerhaft bei euch auf der Speisenkarten Pferdefleisch.

00:23:42: Das kann durchaus sein ja?

00:23:44: Dass wir dies jetzt schon umlassen auf der Garten.

00:23:46: Super!

00:23:47: Dann sage ich Danke für Ihre Zeit.

00:23:48: Ja gerne, ich sag danke.

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