Von Kaffee und Kuchen am Perron.
Shownotes
Ein Gespräch über Bahnhofsrestaurationen, besser als jede Weihnachtsgeschichte. Eva Götz ist in der Bahnhofsrestauration Absdorf-Hippersdorf aufgewachsen, ihre Familie betrieb lange die Gastronomie am Bahnhof und im Dorf. Wie elegant das Reisen mit der Bahn früher war, was ein Perron ist und wie man es geschafft hat, in der kurzen Zeit des Aufenthalts Kaffee und Kuchen oder auch ein Beuschel zu genießen, warum unverheiratete Tanten eine zentrale Rolle hatten und welche schneidigen Herren vorbeikamen, das und vieles mehr beschreibt Eva Götz in großartigen Bildern, die einen sofort um rund hundert Jahre in die Vergangenheit versetzen. Wir besprechen, warum das Bahnreisen heute so anders ist, warum Bahnhofs-Restaurationen großteils verschwunden sind und ob sie tatsächlich eine Renaissance erleben werden.
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00:00:08: Das am Bahnhof wird, weil ich glaube, das war früher schon was Besonderes.
00:00:20: Also in der Restauration im schönen Ambiente, da gab es eine Terrasse mit alle anderen, das war sehr schön hergerichtet.
00:00:30: Da ist man entweder am Vormittag auf einen Kaffee und einen Kuchen gegangen.
00:00:34: Zum Mittag hat es wenig gegeben, aber das verlesst mich zu jeder Zeit.
00:00:45: Wir haben eine Kellnerin gehabt, die ist sogar von Heiratsschwindler eingefahren, der immer mit Zug gefahren ist und sie Damen ausgesucht hat.
00:00:54: Und die Kellnerin ist auch auf ihn eingefahren.
00:01:00: Herzlich willkommen bei essentiell, was auf den Teller
00:01:02: kommt.
00:01:03: Hallo.
00:01:04: Heute habe ich einen ganz speziellen Gast bei mir, Eva Götz.
00:01:08: Frau Götz, danke für Ihre Zeit.
00:01:11: Sie
00:01:11: sind eine der vielen Empfehlungen, die ich bekommen habe auf meine Nachfrage vor kurzem, ob jemand Gesprächspartnerinnen zum Thema Bahnhofsrestaurationen für mich hat.
00:01:21: Das ist eines meiner Lieblingsthemen, mit dem ich viele seit langem nerfe.
00:01:24: Wie kommt es dazu?
00:01:26: Ich fahre gerne Zug und viel Zug und ab und dann sieht man noch so ein bisschen in die Jahre gekommenen Bahnhofs.
00:01:32: Tschechalen, nenne ich es jetzt einmal liebevoll, aber sie werden immer weniger und irgendwie hat man das Gefühl, sie sterben aus, obwohl das Bahnfahren wieder so stark wird.
00:01:41: Und ich war auf der Suche nach jemanden, der sich da ein bisschen auskennt und der dieses Thema genauso gern hat wie ich, weil ich glaube, dass die eine Renaissance erleben werden.
00:01:49: Ich hoffe, ich täusche mich nicht.
00:01:51: Und Frau Götz, Sie sind eine wahre Expertin dafür, weil Sie sind selber in einem Bahnhofsrestaurant quasi aufgewachsen, haben Sie mir erzählt?
00:01:58: Ja, das stimmt.
00:02:00: Ich komme aus einer Gasthausfamilie und mein Urgroßvater ist aus Ungang gekommen, war Kellner im Hotel Ambassador und hat sich dann im Zuge der Richtung der Franz-Joseph-Bahn selbstständig gemacht, weil die Franz-Joseph-Bahn wurde privat gegründet von den Fürsten von Schwarzenberg, die in Böhmen Bergwerke und Industriebetriebe hatten und eine Eisenbahnverbindung bräuchten.
00:02:30: Die haben die Franz-Joseph-Bahn gegründet und haben ein kleiner Bahn in den wichtigsten Bahnhöfen auch gleich die Bahnhöfe errichtet und unten.
00:02:42: eine Restauration eingerichtet.
00:02:46: Und das haben sie so wie heutzutage Franchise
00:02:49: an
00:02:50: Gast wird vermietet.
00:02:53: Mein Urgroßvater, der Kellner war, und schon ein Gasthaus zu goldenen Roselnmustervater, hat sich gedacht, okay, dann stürze ich mich ins Abenteuer.
00:03:05: Und so lange ist das Gaster-Sort gewesen.
00:03:08: Also, also, also, also, also, also, so lange ist das Gaster-Sort gewesen.
00:03:11: Also, also, also, also, also, so lange ist das Gaster-Sort gewesen.
00:03:12: Also, also, also, so lange ist das Gaster-Sort gewesen.
00:03:15: Also, also, also, so lange ist das Gaster-Sort gewesen.
00:03:19: Also, also, so lange ist das Gaster-Sort gewesen.
00:03:20: Also, also, so lange ist das Gaster-Sort gewesen.
00:03:22: Also, also, so lange ist das Gaster-Sort gewesen.
00:03:23: Also, also, so lange ist das Gaster-Sort gewesen.
00:03:25: Also, also, so lange ist das Gaster-Sort gewesen.
00:03:27: Also, also, so lange
00:03:27: ist das Gaster-Sort gewesen.
00:03:28: Also,
00:03:28: also, so lange ist das Gaster-Sort gewesen.
00:03:30: Also, also, so lange ist das Gaster-Sort gewesen.
00:03:31: Also, also, so lange ist das Gaster-Sort gewesen gar nicht mehr und es ist eigentlich nur eine große, tolle Erinnerung.
00:03:39: Wie lange gab es diesen Bahnhofswirt oder wie lange hat denn die Familie begonnen?
00:03:42: Ja, die Familie hat praktisch über drei Generationen das gehabt und mein Vater war der letzte Gastwirt.
00:03:51: und nach dem Krieg hat meine Mutter, mein Vater ist früh gestorben nach dem Krieg, die Gastwirtschaft eine Zeit lang weitergeführt, aber das war nicht mehr so, wie es einmal war, nach dem Zweiten Weltgang.
00:04:07: Außerdem waren wir drei Töchter und eine hübsche Gastwirtin.
00:04:12: Und drei Töchter, das ist nicht so toll für eine Gastwirtschaft am Land.
00:04:17: Und sie hat dann geschaut, dass wir es verkaufen.
00:04:20: Okay.
00:04:21: Und ich bin in der Vorbereitung ein bisschen recherchiert und habe herausgefunden, dass es so in der frühen Zeit des Bahnfahrens, das ist ja anders abgelaufen, als wir es heute kennen, gab es anscheinend so Vagons, da hat man nur am Bahnhof von der Seite in sein Abteil können und man nicht durchgehen können.
00:04:37: Richtig.
00:04:38: Das war mitunter ein Grund, auch keine WCs und so, offensichtlich mitunter ein Grund, dass es eben auch diese Bahnhofsrestaurationen gebracht hat, oder?
00:04:45: Wie war das genau?
00:04:47: Das war ganz... eingespielt.
00:04:51: Man hat eigentlich im Rhythmus der Züge gelebt.
00:04:54: Ich habe das selber als Kind auch so erlebt.
00:04:59: Wenn ein Zug eingefahren ist, haben die Leute ausgestiegen, so wie sie erzählen, sind zu dem Kiosk, der am Perron gestanden ist.
00:05:08: Oder wenn sie länger Zeit gehabt haben zum Umstein, sind sie in die Restauration gegangen.
00:05:15: Wenn sie nur am Perron was gegessen haben, muss das ganz schnell gehen.
00:05:19: Und dann die ganze Familie hat's haben geholfen.
00:05:21: Das war blitzschnell.
00:05:23: Schnellwürstel, Achtel, ein Bier, dort, da sind wir auch... Weil
00:05:27: ihr nur kurz aufenthalt war, wahrscheinlich.
00:05:29: Obwohl
00:05:30: auch
00:05:31: der Lokführer und die Schaffner mit ausgestiegen sind.
00:05:34: So lange
00:05:35: die ihr
00:05:35: Achtel gehabt haben,
00:05:37: haben alle in Ruhe essen können.
00:05:39: Dann war halt auch mal die Abfahrtszeit und sind alle in Zug.
00:05:43: Und dann... Wenn die Leute nicht länger geblieben sind, war es plötzlich total still am Mannhof.
00:05:50: Das kann ich mir so gut erinnern als Kind.
00:05:52: Der Zug ist kommend, ein grosses Doberbogen,
00:05:56: zack,
00:05:56: der Zug ist weg, still erfahre.
00:05:58: Man hat die Arme schon gehört und die Lärchen annehmen.
00:06:03: Unsere Familie hat sich eigentlich in diesem Rhythmus total eingefügt.
00:06:08: auch
00:06:08: meine Großeltern und die Tante und alle, die heute mitgearbeitet haben, so dass das Leben auch sehr oft mit den Zügen gewesen ist.
00:06:17: Meine Eltern haben zum Beispiel, sie haben mit Zug zur Hochzeit nach Wien gefahren.
00:06:21: Es war ganz üblich mit Zug fahren.
00:06:24: Und viele sind ja in die Sommerfrische gefahren.
00:06:26: Und da haben sie mit Kutschen, haben sie Dienstboden, mit dem Bettzeug und allen, was man dort braucht, zum Urlaub vorrausgeschickt.
00:06:34: und dann sind die wohlhabenden.
00:06:37: Bürger und Adeligen teilweise mit Zug fahren, noch Karlspar, Dresd oder irgendwohin und haben dann im Bahnhofsrestaurant wirklich gut gegessen.
00:06:49: Das war ein großer Unterschied zum Dorf, weil bei uns hat es am Bahnhof alle Zeitungen gegeben.
00:06:56: Reklamen, dann so viele Vertreter kommen.
00:06:59: Es war
00:07:00: ein Zentrum gewesen.
00:07:01: Ja, genau.
00:07:02: Und der Kontrast zum Dorf, weil ja ... Eine Hälfte der Familie ist Dorfgasthaus gehabt, meine Großmutter.
00:07:13: Da waren die Honorationen, haben ihre Vigine geraucht, Tarotgerunden.
00:07:18: Da war alles ruhig und behebig.
00:07:20: Und wenn sie zu unserem Bahnhof kommen sind, da hat es gewurlt verletzt.
00:07:25: Herrlich.
00:07:26: Das
00:07:26: war wirklich schön.
00:07:27: Jetzt muss ich noch nachfangen.
00:07:28: Wir haben gerade einen Begriff verwendet, der mir nicht gesagt, per Rhone.
00:07:32: Per Rhone ist der Bahnsteig in der Mitte.
00:07:34: Das
00:07:34: Bahnsteig in der Mitte.
00:07:35: Es haben ja die Bahnhöfe zumindest an der Franzose auf Bern alle gleich ausgeschaut.
00:07:40: Das war ein sehr schönes architektonisches Modell.
00:07:44: Es war eine ganze Strecke gleich.
00:07:46: Da hat man blind aufs Glock gefunden, weil das war immer gleich.
00:07:50: Immer ein
00:07:51: Modell.
00:07:52: Und dann hat es ... Am Perron hat es immer fix ein Kiosk gegeben und da war meistens eine Tante oder eine unverheiratete Angehörige, die dort residiert hat, da zur Sitzkasse gegeben, an der musste man verbeigen und dann hat man halt für schnelles Essen was bestellt.
00:08:16: Das Walk-In quasi, wenn man gesagt hat, der Aufenthalt war kurz.
00:08:19: Genau.
00:08:20: Wir stellen immer das vor, aber wie viel Zeit hat man dann?
00:08:23: Das war ja alles langsamer.
00:08:24: Als es heute vorstellbar ist, mit einem Aufenthalt oft von ein paar Sekunden in einem Bahnhof.
00:08:28: Sekunden, die fünf Minuten, zehn Minuten, so war das.
00:08:32: So war das.
00:08:33: So schnell wie jetzt, das überhaupt
00:08:35: nicht.
00:08:35: Aber das hat ausgereicht, damit man sich schnell was zum Essen und Trinken hat.
00:08:38: Wir
00:08:38: haben ja alles vorbereitet.
00:08:39: Wir haben gewusst, jetzt kommt der Dreierzug, also fünfzehn Uhr.
00:08:44: Und wenn es im Sommer war, haben wir gewusst, die Leute fahren Sommerfrische und so, die sind sowieso schon gemütlicher.
00:08:51: Wenn es im Winter war, war es vielleicht ein Vertreter oder ein Reisender.
00:08:57: Und da haben wir in der Küche, in der Restauration, alles vorbereitet.
00:09:03: Wir haben so beschriftete Teller gehabt.
00:09:06: Die sind auch, wie wir als Gast das zugekommen haben.
00:09:09: noch lange im Dorf im Umlauf gewesen, weil das ist überblime.
00:09:13: Da ist der Name, die Nagel.
00:09:16: Der Name des Gastrauses.
00:09:19: Alles war beschriftet.
00:09:20: Und die Leute haben das oft in den Zug mitgenommen.
00:09:23: Und dann wiedergebracht.
00:09:24: Und am Rückweg haben sie es wieder rausgekommen beim Fenster.
00:09:28: Ich bin sogar noch gegangen bei den Fenstern, bei den Vagonen entlang.
00:09:33: Und da sind dann die öteren Herren oft rausgekommen.
00:09:36: Ich sehe es vor mir.
00:09:36: Da haben wir aus dem Fenster rausgekommen.
00:09:38: Das war eine ganz alte Vagon.
00:09:40: Da mussten wir den Fenster so hinunter.
00:09:44: Und
00:09:45: manche sind auch ... in diesem Vorplatz, bevor man ausgestiegen ist, können Sie sich vorstellen?
00:09:52: Da war so diese alten Waggons, da hat so ein Gelände zum Anhalten gegeben und dann waren so drei Stufen und da konnte man hinuntergehen.
00:10:01: Und als Kind bin ich oft dort gesessen und habe, wenn der Zug gefahren ist, habe ich hinter mir die Landschaft verbeitzinseln.
00:10:09: Das habe ich sehr schön in Erinnerung.
00:10:11: Und wie lange?
00:10:13: Wie lange?
00:10:14: War das so?
00:10:15: Also, wann hat das aufgehört?
00:10:16: Sie haben gesagt, es hat dann die Mama irgendwann einmal das Gas das auch gegeben.
00:10:19: Nach
00:10:19: dem Krieg.
00:10:20: Also, es hat praktisch Form.
00:10:23: Also, um nineteenhundert war Highlife.
00:10:26: Das sind wirklich alle Leute, alle mit dem Zug fahren, schön angezogen.
00:10:31: Das war ganz... Da sind auch von Leuten zum Beispiel in die Opa gefahren am Abend.
00:10:38: Da hat zum halb zwölf war der letzte Zugzug.
00:10:41: Und der war immer umvoll, weil da sind überall Felsen, Kirchberg überall, die Leute, die halt in die Stadt zum Abendessen oder ins Theater gefahren sind, sind dann alle nach Hause gefahren.
00:10:55: Und meine Eltern waren oft, wenn der letzte Zug war, in Zug, in Zug nach Wien.
00:11:03: Meine Mutter ist dann, keine Ahnung, zur Kosmetikerin gegangen.
00:11:06: Eine halbe Stunde später ist er wieder zurück.
00:11:09: Oder mein Vater ist mit ihr ins Theater gefahren.
00:11:12: Ich habe sehr viele Prospekte noch.
00:11:15: Und dann, die zweite Generation, das war dann mein Vater, der mit meiner Mutter das geführt hat.
00:11:23: bis der zweite Welt gegangen
00:11:25: hat.
00:11:26: Dann wurde er ja ganz schnell einzuholen, weil er war unterdreißig und hat sein erstes Auto gehabt.
00:11:34: Das haben sie ihm dann gleich abgenommen.
00:11:36: Und dann, meine Mutter hat sie bemüht, das weiterzuführen, aber in der russischen Besatzung und so war das alles recht schwierig.
00:11:45: Und aber in ihrer Beobachtung oder Erinnerung, wann hat das insgesamt so aufgehört, dass es diese Art von Bahnhofs wird?
00:11:52: Wann sind die weniger geworden?
00:11:53: Weil das generell nach dem Krieg oder durch den Krieg bedingt?
00:11:56: oder haben da andere Dinge mitgespielt?
00:11:59: Der Krieg war eigentlich ganz wichtig für die Bahn, weil da ist ja noch viel mehr transportiert worden.
00:12:06: Meine Mutter hat oft erzählt, dass ein großer Schwungsoldaten vorbeigefahren sind bzw.
00:12:13: dann natürlich viele Transportwägen, so Rangier.
00:12:20: Die sind auf die ganze Nacht gefahren.
00:12:22: Wenn ich als Kind aufgewacht bin, hab ich immer ... Da, da, da, das hört man, wenn sie über die Schwellen fahren.
00:12:30: Und nach dem Krieg war es eigentlich auch noch recht lang.
00:12:35: Und mit dem Aufkommen der Autos hat es dann aufgehört.
00:12:39: Die Autos haben den Zug abgelöst.
00:12:42: Und damit war die Restauration nicht mehr so attraktiv.
00:12:46: Und parallel dazu ... Er hat es dann zumindest in dem Bereich, wo ich zu Hause war, ich weiß nicht, in der Wachau war es noch früher, die Heurigen.
00:12:55: Da haben dann die Heurigen aufgemacht.
00:12:57: Und die Leute sind dann nicht mehr in die Restauration am Bahnhof gegangen, sondern zum Heurigen.
00:13:03: Okay.
00:13:03: Weil sie einfach die Mobilität darauf erinnert hat.
00:13:05: Genau.
00:13:06: Das war durch die Autos bedingt.
00:13:09: Und wenn wir wieder zurückgehen zum zu raschen Jause, wie oft ist denn damals ein Zug vorbeigekommen in ihrem Bahnhof?
00:13:17: und was hat man denn dann geausen hat und getragen?
00:13:19: Ja, das hat man eher ein bisschen überlegt.
00:13:22: Also in der Restauration im schönen Ambiente, da gab es eine Terrasse mit alle anderen, das war sehr schön hergenichtet.
00:13:32: Da ist man entweder am Vormittag auf einen Kaffee und einen Kuchen gegangen.
00:13:36: Zum Mittag hat es wenig gegeben, aber das verleselig zu jeder Zeit.
00:13:44: Also das waren immer Schnitzel mit Kartoffelsalat, dann war Bräuchel, dann war ein Knödel, Kaiserschmarrn, natürlich Frankfurt, der Debraziner, so in jeder Ort und es waren dann oft so Brote mit verschiedenen Belag.
00:14:03: sodass man es entweder schnell essen konnte und nur, wenn man viel Zeit gehabt hat, sind die Leute sitzen bleiben.
00:14:09: Aber so wie im Dorf, dass zum Beispiel Karten gespielt wurde oder ... Das ist ... Die
00:14:14: Zeit war nichts.
00:14:16: Dafür haben alle die Zeitungen gelesen.
00:14:19: Mein Vater hat immer darauf bestanden, dass wir alle internationalen Zeitungen haben.
00:14:23: Und das war erbe von früher, weil mein Großvater ... hat auch darauf geschaut, dass die Anbindung zu Wien bleibt.
00:14:32: Weil das war ein anderer Klientel als die Dorfklientel.
00:14:36: Das waren andere Leute.
00:14:38: Und wie oft ist dann am Tag ein Zug vorbeikommen?
00:14:40: Sicher
00:14:41: zwölf, dreizehn Mal.
00:14:43: Also ein Zug, wo man bedienen musste.
00:14:47: Natürlich am Abend in der Nacht sind auch Züge gekommen.
00:14:51: Aber begonnen hat es immer um halb sechs in der Früh.
00:14:54: Dann sind die Schülerzüge gekommen.
00:14:58: Dann die Mittagszüge, am Nachmittag die Kaffeehauszüge, das war immer was los.
00:15:03: Kaffeehauszug.
00:15:04: Ja, das sind alle nach Wien ins Kaffeehaus.
00:15:07: Wie lange ist man denn damals gefahren von ihrem Bahnhof nach Wien?
00:15:10: Das war nicht so lange.
00:15:12: Also, wenn ich jetzt fahre, kommt es mir immer sehr kurz vor, halber Stunde, Stunde.
00:15:22: Also, heute nach Tullengabe fährt man dreifel Stunde.
00:15:26: Soviel war es.
00:15:27: Kürzer, glaube ich.
00:15:28: Aber jetzt hat sich die Offensive nicht so viel verändert.
00:15:30: Also die Strecke war immer schon gut erschlossen.
00:15:33: Die
00:15:33: Strecke war, ja, das war ja neu.
00:15:36: Also die haben das wirklich neu gebaut und gleich gut gebaut.
00:15:40: Und die Bahnhöfe waren ja eigentlich sehr schön.
00:15:44: Also es war schön zum Ausschauen.
00:15:46: Also dem hat es dann so was wie ein Eisenbahn auf Viertel geben, den dürfen.
00:15:52: Also... Die Eisenbahner sind dann von den K&K-Staatsbahnen angestellt worden und für die hat es eigene Wohnhäuser gegeben und am Bahnhof haben die Wirten oberhalb gewohnt.
00:16:09: Oberhalb vom Gasthaus.
00:16:11: Und der Bahnhofsvorstand hat auch oberhalb einer Wohnung gehabt.
00:16:14: Und das war wie ein ganz so ein Eisenbahnhof.
00:16:17: Eine Familie eigentlich, eine Wirklichkeit.
00:16:19: Ja, haben sie alle gekannt.
00:16:21: Und es war ein bisschen ein Kontrast zum Dorf.
00:16:25: Weil das Dorf war halt sehr traditionell und ein bisschen behebig.
00:16:29: Und mit den Zügen und mit diesem ständigen Wechsel hat man halt eine Bewegung und einen Austausch reingebracht.
00:16:34: Und ich war verbunden mit der Welt quasi.
00:16:37: Wir haben eine Kellnerin gehabt, die sogar auf ein Heiratsschwindler eingefallen, der immer mit Zug gefahren ist und sie Damen ausgesucht hat.
00:16:45: Und die Kellnerin ist auf ihn rein gefallen und war ein ziemlich kleines Kind.
00:16:50: Sie haben mir die Polizei gekommen und haben den vor uns verhaftet.
00:16:54: Das kann man ja erinnern.
00:16:56: Das war anders.
00:16:57: Das passiert ihnen da eigentlich nicht.
00:17:00: Dann waren viele Vertreter.
00:17:02: Ja,
00:17:04: das ist also die ganze Mobilität ausgemacht eigentlich, dann bin ich in Wirklichkeit.
00:17:07: Dafür hat es dann im Dorf wieder den Feuerball geben und den Kirtog und so.
00:17:13: Das ist am Bahnhof nicht gewesen.
00:17:15: Aber weil Sie das immer so betonen, war der Bahnhof sehr außerhalb?
00:17:19: Ja.
00:17:20: Okay.
00:17:21: Ja, ich glaube, Sie haben die Bahn überhaupt sollen.
00:17:25: Das müsste in der ÖBB im Archiv was drinstehen.
00:17:29: Ich glaube, die haben das so gebaut, dass der Ort nicht ... berührt wird, aber dort.
00:17:36: Das ist gut erreichbar, dass man nicht an Ort durchschneidet oder sehr schneidet.
00:17:41: Also es war außerhalb und es waren dann nur auf der anderen Seite von der Bahn, nur mehr Felder.
00:17:49: Also es hat sich zum Dorf gerichtet.
00:17:51: und da waren dann die Fälle, wenn sie in der Woche auf waren, sehen sie es ja, da fahren wir immer längst das Fahrkram.
00:17:58: Und dann gibt es noch einige so kleine Bahnhöfe, die noch bis sozusagen von früher übrig geblieben sind.
00:18:02: Schade, das sind alle noch
00:18:04: mit Restaurationen.
00:18:05: Aber ich war vor drei, vier Jahren mit Freunden unterwegs.
00:18:07: Da haben sie entlang der Wachaubahn etwas Nettes gemacht.
00:18:10: Da haben sie temporär die Bahnhöfe gastronomisch wieder bespielt.
00:18:13: Ah, das ist gut.
00:18:14: An
00:18:14: einem Tag.
00:18:15: Und man hat mit den Rädern und der Wachaubahn fahren können.
00:18:17: Ja,
00:18:17: das ist eine gute Idee.
00:18:18: Und die drei, vier
00:18:18: Bahnhöfen gab es wieder an Wirt.
00:18:20: Zumindest für einen Tag.
00:18:22: Ja.
00:18:22: Das fand ich sehr, sehr nett.
00:18:24: Weil Sie wirklich ein
00:18:25: bisschen das wieder aufleben lässt.
00:18:26: Ich glaube, es hängt mit dem zusammen, dass es eine andere Art von Essen gibt.
00:18:31: Also ... Bis man ein Schnitzel oder ein Beuschel oder was sich immer knödelfertig hat, dann braucht es eine Vorbereitung.
00:18:38: Dann sollte es frisch sein, also eine gute Qualität.
00:18:43: Das ist etwas anders, wenn sie in ein Beisel gehen oder in ein Zockel, wo es nur die Schulgummeinerschnitten, ich habe sie sehr gern, aber wenn es nur Mannerschnitten und ein Espresso grün.
00:18:55: Sonst dann hungrig, ja?
00:18:56: Und
00:18:56: man hat keinen Aufenthalt mehr in Wirklichkeit.
00:18:58: Also aus dem Zug aussteigen
00:19:00: und was
00:19:01: konsumieren gibt.
00:19:01: Die Fische
00:19:02: verdreht.
00:19:03: Vielleicht noch mit einem Anschlusszug, aber da versucht man ja auch, dass man es optimiert und eigentlich keinen Aufenthalt war.
00:19:09: Dann hat es schon viel Werbung gegeben, also diese Bitz-Boing-Werbungen und die Werbung für die Schiffe in Trescht und so.
00:19:17: Der ganze Bahnhof war beplastet mit Werbung.
00:19:20: Das
00:19:20: war einfach das Zentrum, wo man alles mitbekommt.
00:19:24: Und was waren die weitesten Gäste, an die Sie sich erinnern können?
00:19:27: Von wo kamen die?
00:19:28: Wie weit ist man denn mit dem Zug damals gefahren?
00:19:30: Ja, die Verbindung nach Trescht war was alles.
00:19:35: Und dann waren ... Eigentlich auch sehr feine Damen oft.
00:19:38: Also das war sie von meiner Großmutter, da hat sie Tante Rosalia gegeben, die an der Sitzkasse am Perron gesessen ist und die hat dann immer erzählt, heute waren die da und die und können sich an die erinnern.
00:19:50: Also die waren alles sehr beantragt.
00:19:53: Dann hat sie sehr so schnell die Gehirn gegeben.
00:19:56: die so einen Schnauzer gehabt haben und teilweise Musiker waren oder Schriftsteller oder so, die dann irgendwo zu einer Lesung gefahren sind.
00:20:07: Und mein Vater, der war sehr bildungsungrig, der hat sich dann immer so rund um den herum bewegt und so dürfen wir noch was bringen und so.
00:20:16: Er war halt auch sehr stolz, dass ... Am Bahnhof wird, weil ich glaube, das war früher schon was Besonderes.
00:20:23: Ja,
00:20:23: es klingt so auf jeden Fall.
00:20:25: Da ist alles passiert und da hat sich alles getroffen und offensichtlich auch interessanter Ort für ein sehr intensiven Austausch.
00:20:33: Oder zwischen ganz unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft.
00:20:36: Ja,
00:20:36: aber ob man das jetzt schon rekonstruieren kann, weiß ich nicht.
00:20:39: Glaubst
00:20:40: du, dass es wieder kommt?
00:20:41: Glaubst du, dass mit dem vielen
00:20:42: Zugfahren
00:20:43: wieder mehr wird?
00:20:43: Ja, beim
00:20:43: Zugfahren sicher, aber ich fahre auch sehr viel mehr zu.
00:20:46: Ich habe immer sofort ein Klimaticket gekauft, also drei Monate nachdem die Gewässer das angekündigt hat.
00:20:56: Und ich bin viel herumgefahren, aber die Zugreste an uns ist schon ganz nett auf einem Kaffee gehen, aber sehr oft gibt es das nicht, oder ist zu oder ist überfüllt.
00:21:08: Ich würde schon ganz gern wo aussteigen und dann weiterfahren.
00:21:11: Mit dem Klimaticket werden Sie da auch, oder?
00:21:14: Es kommt ja, ich glaube, dass durch das, also vielleicht ist es noch zu früh, vielleicht sind wir beide zu früh dran.
00:21:20: Ich glaube dadurch, dass jetzt die letzten Jahre das Zugfahren wieder so viel mehr wird, da ist ja, wir sind ja noch nicht am Ende der Entwicklung, das wird ja noch mehr werden.
00:21:27: Jetzt sind wir gerade in den Tagen, wo die Chor-Almbahn eröffnet wird, wo man auch in einer wahnsinnig schnellen kurzen Zeit irgendwie auch in den Süden von Österreich kommt.
00:21:36: Da anfeichend im Bastel sind das Wortes.
00:21:40: Und dass man sagt, vielleicht, dadurch, dass man immer schneller reist und das immer praktischer wird, kommt wieder mehr, dass man dann doch aufenthalte, am Weg auch wieder einplant.
00:21:49: Weil es nicht nur darum geht, von A nach B zu reisen, sondern der Weg dort hin schon mitgenommen wird.
00:21:55: Zum Auto bleibt man ja auch manchmal stehen oder mit dem Motorrad oder mit dem Rad.
00:21:59: Warum soll man das nicht mit einem Zug machen?
00:22:01: Und das würde ich ja sprechen dafür, dass man sagt, man hat am Weg.
00:22:04: eine Restauration, wo sagt man, man kann gemütlich zwischendurch einkehren, ja, außerdem ein Glasl trinken, ein Kaffee trinken.
00:22:10: Ja,
00:22:11: es müsste halt optisch ansprechen, dass momentan sind es ja teilweise Betonwüsten und man denkt immer, da steige ich nicht.
00:22:19: Also,
00:22:21: so weit ich sehe, jetzt werden ja gerade alle Bahnhöfe restauriert, also das ist ja ein Riesending.
00:22:26: Aber bei mir fällt jetzt keiner ein, wo ... Restauration mit eingeplant wird.
00:22:32: Die sind immer sehr kompakt.
00:22:36: Das ist vorher beschrieben.
00:22:37: Die schauen wieder sehr ähnlich aus.
00:22:39: Alles sehr sauber.
00:22:40: Es gibt ein WC, es gibt einen Aufenthaltsrahmen.
00:22:42: Aber es ist eigentlich leer.
00:22:45: Es ist leer.
00:22:46: Es ist nicht für den Aufenthalt gedacht.
00:22:48: Genau.
00:22:48: Und das war eigentlich gar nicht ... Schlecht, weil es war nicht mehr Leute da noch dazu, wo der Wirt oberhalb gewohnt hat.
00:22:55: Das war nicht unheimlich.
00:22:57: Ich bin nun längst am Abend aus der Sterne kam gefahren und ich habe auf dem Zug warten müssen.
00:23:04: Es war Finster und ich war allein diesen Betonworte soll und habe mir gedacht, nicht angenehm.
00:23:12: Wenn da jemand wäre, ist es ein bisschen ... Leichter, also mit diesen Tickets kann man nicht einsteigen, wenn man
00:23:21: will.
00:23:21: Genau, man muss nicht mehr einsteigen, sondern man kann ihn in der Sekunde entscheiden.
00:23:25: Sie wohnen ja jetzt in Wien, fahren sie noch ab und dann mit dem Zug in ihr Wirtzhaus quasi?
00:23:31: Ich habe sie immer beobachtet, sie ist aber dann eigentlich immer weniger schön.
00:23:38: Entschuldigung, geworden.
00:23:41: Wir haben einen wunderschönen Gastgarten gehabt mit ganz alten Kastanien und die stehen interessanterweise noch.
00:23:48: Der Garten ist nur so ein Durchgang, aber der Garten war natürlich auch sehr schön.
00:23:53: Wenn man da ausgestiegen ist, konnte man im Sommer, konnte man im Garten sitzen.
00:23:58: Das war schon sehr schön.
00:24:00: Wie seht ihr es, war es ja gar nicht.
00:24:03: Überall wohin kommt die Bahnhöfe an, weil es mich einfach interessiert.
00:24:07: Und wenn man zum Beispiel in östliche Nachbarländer fährt, dann sind manchmal noch diese alten Wiener Bahnhöfe.
00:24:15: Und
00:24:15: dann fetzt es mir richtig, wenn ich vorbeifahre und die schaut, wirklich, in der Mitte so ein Kiebelhaus, dann zwar Flügel, man sieht genau, wie es gedacht war.
00:24:28: Sehe ich gerade vor mir so, wie sie es beschreiben.
00:24:30: Vielleicht erleben wir das, dass die wieder mal kommen.
00:24:32: Vielleicht haben wir gesagt, haben nicht in der Form, wie sie es fürgehen.
00:24:34: Vielleicht anders, aber ich würde mir schon ganz nett fahren.
00:24:39: Wo geht die nächste Bahnreise hin?
00:24:42: Ich möchte sehr gern wieder nach Dresden fahren.
00:24:45: Und ja, sehr gern war ich eine Zeit lang in Paris.
00:24:51: Da ist ein Nachzug gewesen, das war super.
00:24:55: Das habe ich geliebt.
00:24:58: Am Abend einsteigen, in der frühen Paris aussteigen.
00:25:02: Und wünsche Ihnen eine schöne nächste Zugreise.
00:25:05: Und so vielen Dank für die Zeit und für die tollen Erinnerungen.
00:25:07: Gerne, sehr gerne.
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